James Bond Around the World – Teil 1

Das ZDF zeigt aktuell vier Filme der Bond-Reihe. Der Held ist seit 50 Jahren im Auftrag seiner Majestät unterwegs und hat in dieser Zeit alle Teile der Welt besucht. Hier soll es nicht um die spektakulären Labors oder Schiffe gehen, die angesichts ihres Binnenlebens riesig sein müssen – zuletzt am vergangenen Montag in „Der Morgen stirbt nie“, in dem Carvers Stealth-Katamaran im südchinesischen Meer kreuzt. Es soll um Orte und Locations gehen, die sich im Gedächtnis der Bond-Fans eingeprägt haben. Hier seien also meine Top-Favoriten genannt.

Nummer 10 – Verzasca Staudamm: Der Sprung Bonds von der 220 Meter hohen Staumauer in den Schweizer Alpen bildet den Auftakt zu „Goldeneye“ und gehört zu einer der spektakulären Eröffnungssequenzen, die die Filme auszeichnen. Bond wird im Anschluss in einem kasachischen Chemiewaffenlabor ein größeres Feuerwerk entzünden. Doch der Bungeesprung vor der riesigen Betonwand, der als einer der besten Stunts der Filmgeschichte gilt, mit dem lässigen Stop mittels eines Bolzenschusses machte den Staudamm oberhalb des Lago Maggiore im Tessin weltweit bekannt. Noch heute ist der Ort beliebter Treffpunkt der Szene und ca. 10.000 Menschen sollen inzwischen von der Mauer gesprungen sein.

800px-Valle_Verzasca_Staumauer - Wikipedia - Martin Abegglen

Nummer 9 – Atlantic Hotel: In dem Grandhotel mit dem typischen Schriftzug und der Weltkugel auf der Ecke residiert James Bond anlässlich des Filmes „Der Morgen stirbt nie“. Carvers Frau und die ehemalige Geliebte Bonds wird in dessen Suite sterben. Im Anschluss flieht der Held über das Dach in die Tiefgarage. Diese wird er kunstvoll in einer Verfolgungsjagd in Schutt und Asche legen.

Hotel Atlantic

Nummer 8 – Eishotel: Auch in „Stirb an einem anderen Tag“ logiert Bond in einem Hotel. Das Eishotel des Bösewichtes ist Ort des großen Showdown zwischen dem Millionär Gustav Graves, hinter dem sich gleichzeitig der Schurke General Moon verbirgt, und dem Agenten seiner Majestät. Es gelingt ihm, nicht nur Jinx (Hally Berry als eines der besten Bond-Girls) zu retten. Auch Zao, der Handlanger Graves wird am Ende im Eispalast, der im Übrigen dem bekannten Eishotel Jukkisvärri nachempfunden ist, sterben.

Nummer 7 – Mount Asgaard: Eine weitere aufregende Auftaktszene darf in dieser Reihenfolge nicht fehlen. Neben dem schon genannten Sprung gehört das Ende der Verfolgungsjagd Roger Moores zu Beginn von „Der Spion, der mich liebte“ zu den Klassikern der Reihe. Zum einen bleibt der Stuntmen sehr lange im freien Fall, was daran lag, dass sich der Fallschirm mit Verzögerung öffnet – zum Entzücken der Produzenten. Dann aber entfaltet sich der Union Jack und lässt Bond in aller Ruhe zur Erde schweben. Der Faszination tut dabei kein Abbruch, dass die Skiszenen in Graubünden in der Schweiz gedreht wurden, während der Fallschirmsprung einige Tausend Kilometer westlich am Mount Asgard an der Baffin Bay in Szene gesetzt wurde. 

Venedig - Mooraker

Nummer 6 – Venedig: Der etwas morbide Charme der Stadt entfaltet sich in mehreren Bond-Filmen. Zu den Klängen der Tritsch-Tratsch-Polka endet die  Verfolgungsjagd in „Moonraker“. An zwei Showdowns erkennt man aber auch die Reihe im Wandel. In „Liebesgrüße aus Moskau“, dem zweiten Film von 1964, kämpft Bond gegen Rosa Klebb im Hotel und bezwingt sie am Schluss. Am Schluss fährt er mit Natalia Romanova in einer Gondel fort und lässt einen verfänglichen Film ins Wasser gleiten. Ganz anders 2006, als in „Casino Royal“ ein ganzes Haus im Wasser verschwindet und Daniel Craig in seinem ersten Bond auf schmerzliche Weise Vesper Lynd verliert.

Teil 2 folgt am Montag.

More...

o.kettmann April 10, 2013 Allgemein